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Ihre Frage

Welche Menschen mit Behinderungen erhalten Eingliederungshilfe?

Unsere Antwort

Menschen erhalten dann Eingliederungshilfe, wenn ihre Behinderung sie mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate daran hindert, gleichberechtigt an der Gesellschaft teilzuhaben. Bei der Behinderung kann es sich um eine körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigung oder um eine Beeinträchtigung der Sinne handeln.

Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen wird durch Barrieren in der Gesellschaft gehindert. Mit Barrieren sind zum Beispiel Vorurteile, Ängste aber auch bauliche Barrieren gemeint, die den öffentlichen Nahverkehr (zum Beispiel Busse und Bahnen) oder öffentliche Gebäude (zum Beispiel Kinos oder Restaurants) für Menschen mit Behinderungen unzugänglich machen können.

Hintergrund

Die Eingliederungshilfeverordnung konkretisiert in ihren Bestimmungen, unter welchen Voraussetzungen wesentliche Behinderungen im körperlichen, geistigen oder seelischen Bereich vorliegen.

Einige Arten der Behinderung gelten als wesentliche Behinderung, weil das Gesetz es so festlegt. Bei anderen Behinderungsarten muss erst ermittelt werden, ob es sich um eine wesentliche Behinderung handelt. Damit eine wesentliche Behinderung festgestellt werden kann, soll deshalb dem Antrag auf Eingliederungshilfe eine ärztliche Stellungnahme beigefügt werden.