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Ihre Frage

Wann und wie wird die Eingliederungshilfe umgestellt?

Unsere Antwort

Die meisten neuen Regelungen für die Eingliederungshilfe treten schon zum 1. Januar 2020 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt werden alle Menschen mit Behinderungen die existenzsichernden Leistungen von dem örtlichen Träger der Sozialhilfe erhalten. Die Fachleistungen werden zwar anders ermittelt und anders strukturiert als bisher, der LWL bezahlt diese Leistungen aber weiterhin.

Es ist aufwendig, die Eingliederungshilfe umzustellen. Vor allem, weil mit jedem Menschen, der Leistungen der Eingliederungshilfe erhält, ein Gesamtplanverfahren durchgeführt werden muss. Das passiert nach und nach bis zum 31. Dezember 2022. Es muss sich aber niemand Sorgen machen: Die Fachleistungen finanziert der LWL auch während der Umstellung wie bisher.

Hintergrund

Das gesamte bisherige Fachleistungssystem muss nach und nach umgestellt werden. Das ist technisch und zeitlich sehr aufwendig. Die Träger der Eingliederungshilfe in Nordrhein-Westfalen (zum Beispiel der LWL) und die Leistungserbringer (zum Beispiel die Anbieter der Dienste) haben miteinander besprochen, wie die Umstellung funktionieren soll. Sie haben zusammen einen Zeitraum für die Umstellung festgelegt. Bis zum 31. Dezember 2022 soll das Leistungs- und Vergütungssystem komplett umgestellt sein.

Was passiert ab Januar 2020? Durch die Umstellung der Eingliederungshilfe ändert sich einiges für die Leistungsträger und die Leistungserbringer. Damit die Umstellung gut funktioniert, wird ein neues Leistungs- und Vergütungssystem entwickelt. Dadurch entstehen neue technische Herausforderungen und die Träger müssen neues Personal einstellen und einarbeiten.

Wegen der Umstellung muss für rund 43.500 Menschen ermittelt werden, welche Leistungen künftig von welchem Leistungsträger (örtliches Sozialamt oder LWL) bezahlt werden. Vom örtlichen Sozialamt wird der Teil bezahlt, der zukünftig als existenzsichernde Leistung gilt. Der LWL zahlt den Teil, der Fachleistung ist. Dafür wurde das Bedarfsermittlungsinstrument BEI_NRW entwickelt.

Klicken Sie hier, wenn Sie mehr zu BEI_NRW wissen möchten.